Asset Allocation

Asset Allocation ist die Streuung eines Wertpapierdepots über verschiedene Anlageklassen

Unter dem Begriff Asset Allocation wird sowohl der Prozess, das Anlagevermögen des Kunden auf verschiedene Anlageklassen aufzuteilen, als auch deren Ergebnis verstanden. Die Asset Allocation dient dem Ziel der Risikominimierung. So sollen mögliche Verluste in einer Anlageklasse durch mögliche Gewinne in einer anderen Anlageklasse ausgeglichen werden und das Wertpapierportfolio im Optimalfall insgesamt eine positive Rendite erwirtschaften. Die Asset Allocation streut das Anlagevermögen daher auf Anlageklassen, die sich in Ihrer Kursentwicklung bestenfalls gegenläufig oder doch zumindest nicht vollkommen gleichläufig verhalten (Diversifikation). Wie sich Anlageklassen in Ihrer Kursentwicklung zueinander verhalten (sog. Korrelation), wird anhand des sog. Korrelationskoeffizienten gemessen. Dessen Werte bewegen sich zwischen +1 und -1. Bei +1 besteht ein vollständiger Gleichlauf in der Kursentwicklung, während ein komplett entgegengesetztes Kursverhalten durch einen Korrelationskoeffizienten von -1 zum Ausdruck gebracht wird. Bei einem Wert von 0 gibt es keinen Zusammenhang.

Rückblickend betrachtet war die Korrelation von Aktien zu (Staats-)Anleihen gering, da es unterschiedliche Faktoren sind, die den Kurs von Aktien und Anleihen beeinflussen. Bei Aktien sind es die (in Zukunft zu erwartenden) Unternehmensgewinne und bei Aktien die (aktuellen) Zinsen. In der Praxis wird das Wertpapierportfolio, im Rahmen einer Vermögensverwaltung oder Anlageberatung, daher auf diese beiden Anlageklassen und ggf. weitere Anlageklassen (Rohstoffe etc.) aufgeteilt. Die konkrete Höhe der Anteilsquote von Aktien und Anleihen im Wertpapierdepot bemisst sich nach den definierten Anlagezielen, dem Anlagehorizont sowie der Risikotragfähigkeit und Risikoneigung des Private Banking Kunden.

 

FAMOVIS Hinweis: Die Anlageziele, der Anlagehorizont sowie Risikotragfähigkeit und -neigung des Private Banking Kunden sind die entscheidenden Parameter zur Festlegung der Asset Allocation. So ist es auch möglich, dass auf Wunsch des Private Banking Kunden ausschließlich in Aktien oder ausschließlich in Anleihen investiert wird. Eine Diversifikation über verschiedene Anlageklassen erfolgt hier nicht. Zumindest nicht im Wertpapierdepot. Denn ein Private Banking Kunde hat in seinem Privatvermögen häufig noch (fremdvermietete) Immobilien und/oder außerbörsliche Unternehmensbeteiligungen, die nur gering mit Wertpapieranlagen korrelieren, sodass auf Ebene des Gesamtvermögens dann doch noch eine Diversifikation stattfindet.

 
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