Edelmetallkonto

Das Edelmetallkonto ist ein Bankkonto, auf dem Edelmetalle (Gold, Silber, Platin oder Palladium) verbucht werden.

Das Edelmetallkonto ist ein Bankkonto, auf dem Edelmetalle (Gold, Silber, Platin oder Palladium) verbucht werden. Es lautet auf Art und Menge des Edelmetalls (z.B. Gold als Feinunze oder Kilogramm). Das Guthaben des Edelmetallkontos beinhaltet einen Anspruch des Kontoinhabers auf physische Lieferung auf eine bestimmte Menge Edelmetall.

 

Vorteile gegenüber Direktanlage in Edelmetalle

Gegenüber einer Direktanlage in Edelmetalle, d.h. deren physischen Erwerb, sind mit einem Edelmetallkonto folgende Vorteile verbunden:

  • Geringe Kosten: Zunächst ist das Aufgeld (sog. Spread), d.h. die Spanne zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs des Edelmetalls, sehr gering und beträgt lediglich 0,2% bis 0,3%. Das Aufgeld bei Goldmünzen, d.h. der Unterschied zwischen Marktpreis und Münzpreis, beträgt hingegen mehrere Prozent und kann sich im Einzelfall - bei Erwerb über Internethändler - auf mehr als 20% belaufen. Zudem entfallen bei Edelmetallkonten die Versandkosten für die erworbenen Edelmetalle.
  • Hohe Handelbarkeit: Den Kauf und Verkauf von Edelmetallen übernimmt die Bank und erfolgt auf elektronischem Weg. Eine hohe Handelbarkeit erworbener Edelmetalle ist dem Kunden damit garantiert.
  • Steuerliche Vorteile: Der Erwerb von Edelmetallen ist mehrwertsteuerfrei. Die bei Kauf von Silber, Platin oder Palladium berrechnete Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent entfällt. Diese wird erst bei physischen Bezug des Edelmetalls vom Metallkonto fällig.

 

Einzel- und Sammelverwahrung

Nach Art der Verwahrung unterscheidet man beim Edelmetallkonto zwischen Sammelverwahrung und Einzelverwahrung.

Bei der Sammelverwahrung kauft die Bank im Namen der Bank und auf Rechnung der Bank, die Edelmetalle, welche für den Kunden bestimmt sind. Das Edelmetall verbleibt im Bestand der Bank und der Kunde hat einen (schuldrechtlichen) Anspruch auf Lieferung des Edelmetalls gegen die Bank. Bei Insolvenz der kontoführenden Bank fällt dieser Anspruch in die Insolvenzmasse der Bank. Der Kunde kann also lediglich seinen Anspruch auf Lieferung der im Konto genannten Qualität und Quantität des Edelmetalls zur Insolvenztabelle anmelden. Dieser Anspruch wird in Geld umgewandelt und ihm nach Verwertung der Insolvenzmasse entsprechend seiner Quote daran ausgeschüttet. Die Einlagensicherung greift bei der Sammelverwahrung von Edelmetallen nicht. Denn der Anspruch auf Lieferung des Edelmetalls ist nicht auf eine Geldzahlung gerichtet und somit keine Einlage.

Bei der Einzelverwahrung hingegen wird das erworbene Edelmetall physisch aus der Sammelverwahrung entnommen und separat im Namen des Kunden verwahrt. Über Serien- oder Lagernummern kann das Eigentum an den gekauften Metallen dem Inhaber des Edelmetallkontos direkt und individuell zugewiesen werden. Der Kontoinhaber erhält dabei auch den Hinweis auf die Lagerstelle. Hierdurch erwirbt der Kunde Eigentum am Edelmetall, sodass es im Insolvenzfall nicht in die Insolvenzmasse der Bank fällt. Der Kunde hat dementsprechend  einen Aussonderungsanspruch.

 

Steuerfreie Veräußerungsgewinne

Liegen zwischen Erwerb und Veräußerung des Edelmetalls mehr als ein 1 Jahr, so ist ein Veräußerungsgewinn auf dem Edelmetallkonto gemäß § 23 EStG steuerfrei.

 

FAMOVIS Tipp: Metallkonten bieten sich für einen Private Banking Kunden immer dann an, wenn er Edelmetalle günstig erwerben und diese bei Bedarf auch wieder schnell und kostengünstig verkaufen möchte.

 
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