Private Banking

Private Banking sind Bankdienstleistungen, die sich an vermögende als auch wohlhabende Privatkunden wenden, und deren Kern die Vermögensverwaltung sowie Anlageberatung in Wertpapieren ist.

Der Begriff "Private Banking" ist gesetzlich nicht geschützt. In einschlägigen Gesetzen, wie z.B. dem Kreditwesengesetz und Wertpapierhandelsgesetz, findet sich keine Defintion des Begriffs. Gemeinhin werden darunter Bankdienstleistungen verstanden, die sich an vermögende als auch wohlhabende Privatkunden wenden, und deren Kern die Vermögensverwaltung sowie Anlageberatung in Wertpapieren ist. 

 

Mindestvermögen

Das erforderliche Mindestvermögen zur Inanspruchnahme von Private Banking Dienstleistungen wird dabei von jeder Bank individuell festgelegt. Gewöhnlich steht die Dienstleistung nur vermögenden Privatkunden mit einem Anlagevermögen von mindestens EUR 1 Mio. offen.

Zunehmend bieten Banken jedoch auch eine standardisierte Vermögensverwaltung für wohlhabende Privatkunden mit einem liquiden Vermögen von weniger als EUR 1 Mio. an. Diese standardisierte Vermögensverwaltung investiert vielfach in Investmentfonds bzw. ETFs, wobei sich die Mindestanlagesummen je nach Bank zwischen EUR 100.000 und EUR 500.000 bewegen.

 

Kosten

Kennzeichnend für die Vermögensverwaltung und Anlageberatung im Private Banking ist, dass der Kunde die Bank für ihre erbrachten Dienstleistungen bezahlt und die Vergütung dabei prozentual vom Kundenvermögen berechnet wird. Die Kosten der Vermögensverwaltung bzw. Anlageberatung werden dem Kunden vor Abschluss eines Vertrages dabei über das sog. Kostenblatt offen gelegt.

Beispiel: Kostenblatt der Neue Bank AG

BD10E432-32AD-4356-87C9-5EC660BFEF6A.

Abgrenzung

Das Private Banking grenzt sich vom sog. Retail Banking, dem Massenkundengeschäft, ab. Das Retail Banking kennt keine Mindestanlagesummen.

Bei der Anlageberatung im Retail Banking kommt auch ein anderes Vergütungsmodell zur Anwendung, wonach die Bank für den Beratungsaufwand nicht direkt vom Kunden, sondern nur mittelbar über die Provisionen Dritter bezahlt wird. Etwa für die erfolgreiche Vermittlung von Investmentfonds und Investmentzertifikaten.

Schließlich finden sich im Retail Banking, abgesehen von sog. Robo Advisors, keine Angebote zur Vermögensverwaltung. Das Wertpapiergeschäft im Retail Banking ist primär durch sog. Selbstentscheider geprägt. Die Rolle der Bank beschränkt sich dabei auf das Führen des Wertpapierdepots und das zur Verfügung stellen eines Online-Banking, mittels dessen der Kunde seine Wertpapierorders an die Bank übermittelt, damit diese sie ausführt.

 

FAMOVIS Hinweis: Zahlreiche Banken aus dem Massenkundengeschäft bieten Ihre Leistungen im Wertpapierbereich mitunter unter der Bezeichnung “Private Banking” an. Die Angebote unter der Bezeichnung "Private Banking" wachsen damit kontinuierlich und werden zunehmend unübersichtlich. Aufnahme auf der FAMOVIS Plattform finden allein Banken, die eine ausreichende Expertise im Private Banking vorweisen können. Insoweit nimmt FAMOVIS eine bewusste Selektion von Banken und Ihren Private Banking Angeboten nach strengen Kriterien vor.

 

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